Pflege am Boden
Pflege am Boden

In der Diskussion zu einer üblichen Selbstbeweihräucherung des aktuellen Gesundheitsministerdarstellers Jens Spahn auf Facebook nötigte mir ein Posting einen Kommentar ab, den ich Euch nicht vorenthalten möchte. Erst mal das auslösende Posting:

Und dann ich:

Wenn Pflegende zu Hunderttausenden aus dem Beruf geflohen sind und trotz nachwachsenden Kräften Zehntausende Pflegekräfte fehlen, sind 13.000 Stellen maximal Tropfen auf den heißen Stein, aber nichts, was Pflexiter zurückbrächte – schon gar nicht in den Mengen, um zu vermeiden, dass die nicht zu besetzenden Stellen nach ein paar Monaten durch Hilfskräfte besetzt werden. Das ist reine Verarsche, aber eben Politik für die blinde Masse, der man dann sagen kann, man hätte ja 13.000 Fachkraftstellen geschaffen.

Als vor einigen Jahren die Betreuungskräfte für alle Pflegebedürftigen geschaffen wurden, hieß es, man würde ja so viel für die Dementen tun – indem man allen anderen Anspruch auf niederschwellige Betreuung gab, da die Dementen diesen Anspruch schon vorher hatten. Und weil man mit der Betreuungskräfte-Richtlinie den Betreuungskräften verbot, regelmäßig pflegerische Aufgaben zu übernehmen, linderte das gar keinen #Pflegenotstand, sorgte aber durch Bemerkungen des damaligen Pflegebeauftragten, man habe ja Zehntausende „Pflegekräfte“ geschaffen, für wahlweise Heiterkeit oder Zornesröte.

Das ist Pflegepolitik, die damals wie heute an den Nöten der #Pflege vorbei geht, und wer dies als Pflegender NICHT kritisiert, sollte sich fragen, welches Berufsverständnis er hat. Ein professionelles ist es jedenfalls nicht, wenn einem eine Schachtel Merci reicht.

0 Kommentare zu “Pflege Deinen Zorn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.