Aufreger Politik und Gesellschaft

Keiner hat das Wort gekannt

Facepalm (Photo by karatara from Pexels)
Photo by karatara from Pexels

Im Frühjahr haben Familien größte Solidarität mit der gesamten Gesellschaft bewiesen und die Kita-Schließungen hingenommen. Dafür wurden Urlaubskonten aufgebraucht und Lohneinbußen in Kauf genommen. Erzieherinnen und Erzieher hatten in dieser Zeit durch Finanzierungszusagen des Landes keine finanziellen Einschränkungen, und durch den auf Notbetreuung begrenzten Einsatz waren viele Ressourcen frei. Diese wurden keineswegs immer im Sinne der Kinder genutzt, denn viele Einrichtungen hielten kaum oder gar keinen Kontakt zu den Familien.

Der Landeselternbeirat ist nach den Ankündigungen des Warnstreiks auf Verdi zugegangen und hat um Solidarität mit den Eltern gebeten. Freie Tage der Eltern sind aufgebraucht, der Herbst verspricht weiteres Ungemach wie Quarantäne und Lockdowns. Da wäre Rücksichtnahme auf die Familien angemessen. Pustekuchen.

Ein Warnstreik ist ein wichtiges Instrument der Arbeitnehmerschaft, daher darf das Streikrecht nicht in Zweifel gezogen werden. Aber nicht alles, was erlaubt ist, muss auch gemacht werden. Dies sollte gerade in Corona-Zeiten allen bewusst sein. Der Warnstreik hätte auch ohne Beteiligung der Kitas das beabsichtigte Signal gesetzt. Aber Verdi ist eben erkenntnisresistent. Es hat nicht mal dafür ausgereicht, die Eltern frühzeitig und umfassend über das Ausmaß des Streiks in Kenntnis zu setzen.

Ich mag Rücksichtnahme. Die gibt es bei Verdi aber offenbar nicht.

Übrigens:

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