{"id":4847,"date":"2020-07-24T20:53:01","date_gmt":"2020-07-24T18:53:01","guid":{"rendered":"https:\/\/sockenseite.de\/wordpress\/?p=4847"},"modified":"2022-04-01T11:33:01","modified_gmt":"2022-04-01T09:33:01","slug":"stadtelternrat-ruft-traeger-zu-mehr-engagement-im-eingeschraenkten-regelbetrieb-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sockenseite.de\/wordpress\/2020\/07\/24\/stadtelternrat-ruft-traeger-zu-mehr-engagement-im-eingeschraenkten-regelbetrieb-auf\/","title":{"rendered":"Stadtelternrat ruft Tr\u00e4ger zu mehr Engagement im eingeschr\u00e4nkten Regelbetrieb auf"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die&nbsp;<a href=\"https:\/\/sockenseite.de\/wordpress\/2020\/07\/16\/antwort-zur-anfrage-zu-den-auswirkungen-von-covid-19-auf-die-leverkusener-kindertagesbetreuung\/\" data-type=\"post\" data-id=\"4890\">Antworten der Leverkusener Stadtverwaltung zum aktuellen Stand der Kinderbetreuung im eingeschr\u00e4nkten Regelbetrieb<\/a>&nbsp;zeigen Verbesserungspotential auf. Auch in R\u00fcckmeldungen zu einer Umfrage des Stadtelternrats Leverkusen zur Notbetreuung w\u00e4hrend des Betretungsverbots zeigten sich Probleme und unzul\u00e4ngliche Umsetzungen. Der Stadtelternrat begr\u00fc\u00dft die geplante h\u00e4lftige Kosten\u00fcbernahme der Stadt f\u00fcr die Elternbeitr\u00e4ge in den Monaten Juni und Juli.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer \u00fcber z.d.A. Rat ver\u00f6ffentlichten Antwort der Stadtverwaltung auf eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/sockenseite.de\/wordpress\/2020\/05\/29\/anfrage-des-stadtelternrates-zu-den-auswirkungen-von-covid-19-auf-die-leverkusener-kindertagesbetreuung\/\" data-type=\"post\" data-id=\"4888\">Anfrage<\/a>&nbsp;mit 12 Punkten von&nbsp;<a href=\"https:\/\/stadtelternratleverkusenblog.wordpress.com\/tag\/simona-ruch\">Simona Ruch<\/a>, Vertreterin des Stadtelternrats im&nbsp;<a href=\"https:\/\/stadtelternratleverkusenblog.wordpress.com\/tag\/kinder-und-jugendhilfeausschuss\">Kinder- und Jugendhilfeausschuss<\/a>, hatte die Stadt mehrere Fragen beantwortet. Aus Sicht des Stadtelternrats zeigt sich vor allem in folgenden Bereichen Verbesserungsbedarf:<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Elternmitwirkung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Kindertagesst\u00e4tten der Stadt Leverkusen wurde bez\u00fcglich der im eingeschr\u00e4nkten Regelbetrieb geltenden \u00d6ffnungszeiten&nbsp;kein einziger&nbsp;Elternbeirat einbezogen. Die Stadt begr\u00fcndet dies mit dem Vorrang des Gesundheitsschutzes f\u00fcr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die R\u00fcckmeldungen der freien Tr\u00e4ger zeigen, dass dies eine vorgeschobene Behauptung ist. Die freien Tr\u00e4ger kamen \u00fcberwiegend ihrer im \u00a79a Abs. 4 KiBiz festgehaltenen Verpflichtung nach, die Elternvertretung einzubeziehen und ihre Gestaltungshinweise angemessen zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Betreuungszeitr\u00e4ume<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In st\u00e4dtischen Kindertagesst\u00e4tten wurde bez\u00fcglich der im eingeschr\u00e4nkten Regelbetrieb geltenden Betreuungskorridore keine Erweiterung umgesetzt. Die Stadt begr\u00fcndet dies mit der engen Personaldecke, von der sie jedoch selbst angibt, dass diese bei durchschnittlich 92% liegt. Dies ist unter Ber\u00fccksichtigung der vergleichsweise hohen Krankenst\u00e4nde im Erzieherberuf und der vom Fachbereich regelm\u00e4\u00dfig angegebenen freien Stellen nahezu Normalbetrieb. Die R\u00fcckmeldungen der freien Tr\u00e4ger zeigen, dass Erweiterungen durchaus mit angespannter Personaldecke m\u00f6glich sind. Es ist nicht erkl\u00e4rlich, warum es freien Tr\u00e4gern gelingt, die Betreuungszeitr\u00e4ume in Absprache mit dem LVR zu erweitern, aber bei den st\u00e4dtischen Einrichtungen nicht eine einzige dabei ist, bei der dies in die Tat umgesetzt wird.&nbsp;<a href=\"https:\/\/stadtelternratleverkusenblog.wordpress.com\/tag\/sandra-quell\/\">Sandra Quell<\/a>&nbsp;vom Stadtelternrat hinterfragt dies: \u201eIch finde dies in erster Linie traurig. K\u00f6nnte es sein, dass es eher ein Motivationsproblem als ein Personalproblem gibt?\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kommunikation mit Eltern und Kindern<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Umfrage des Stadtelternrats zur Notbetreuung w\u00e4hrend des Betretungsverbots zeigte sich ebenfalls ein sehr tr\u00e4gerabh\u00e4ngiges Bild. W\u00e4hrend Kitas freier Tr\u00e4ger \u00fcberwiegend regelm\u00e4\u00dfig mit den Eltern und Kindern, die die Notbetreuung nicht nutzen durften, z.B. \u00fcber Briefe und Videos Kontakt blieb, \u00e4u\u00dferten mehrere Eltern, deren Kinder sonst in st\u00e4dtischen Kitas betreut werden, dass kaum oder kein Kontakt gehalten wurde. Dies ist mit Personalknappheit nicht zu begr\u00fcnden, denn es standen st\u00e4dtischen Kitas durchschnittlich 87% des Personals bei nur einem Bruchteil der \u00fcblicherweise betreuten Kinder zur Verf\u00fcgung. Dass diese personellen Ressourcen nicht ausreichten, um wenigstens einmal in der Woche einen Brief zu verfassen und per E-Mail an die Eltern zu senden, ist ebenfalls eher ein Problem der Motivation.&nbsp;<a href=\"https:\/\/stadtelternratleverkusenblog.wordpress.com\/tag\/oliver-ding\/\">Oliver Ding<\/a>, Vorsitzender des Stadtelternrats kommentiert: \u201eNat\u00fcrlich waren alle Einrichtungen mit dem Betretungsverbot erstmals sehr pl\u00f6tzlich vor eine neue Situation gestellt. Viele \u00e4u\u00dferst motiverte Erzieherinnen und Erzieher insbesondere bei freien Tr\u00e4gern schafften es aber, mit liebevollen Briefen, Spielvorschl\u00e4gen f\u00fcr Aktivit\u00e4ten zuhause oder per Videokonferenz \u00fcbertragene Vorlesestunden den Kontakt zu halten. Manche brachten sogar \u2013 den n\u00f6tigen Abstand einhaltend \u2013 Ostergeschenke vorbei. Da wir nicht ausschlie\u00dfen k\u00f6nnen, dass es erneute Shutdowns geben wird, und zu bef\u00fcrchten ist, dass wieder die F\u00f6rderung der Kinder als erstes geopfert w\u00fcrde, sollte die Stadt Best-Practice-Modelle ermitteln und dabei vor allem bei den freien Tr\u00e4gern nach Inspiration fragen. Die st\u00e4dtischen Einrichtungen haben sich in der Zeit des&nbsp;<a href=\"https:\/\/stadtelternratleverkusenblog.wordpress.com\/tag\/betretungsverbot\">Betretungsverbots<\/a>&nbsp;eher nicht mit Ruhm bekleckert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">H\u00e4rtef\u00e4lle<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Regelung von H\u00e4rtef\u00e4llen ist in Leverkusen wenig elternfreundlich. Bei der sehr restriktiven Auslegung ist ein kein Wunder, dass es weder bei st\u00e4dtischen Kitas noch bei Kitas freier Tr\u00e4ger H\u00e4rtef\u00e4lle gab. Spannend w\u00e4re hier die Information, wie viele H\u00e4rtefallantr\u00e4ge denn zur\u00fcckgewiesen wurden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mittagessen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einer Betreuungszeit bis 12.30 Uhr erhalten sowohl bei st\u00e4dtischen als auch bei einigen freien Tr\u00e4gern nur die nach dem Bildungs- und Teilhabepaket anspruchsberechtigten Kinder ein Mittagessen. Dies entspricht nicht dem in \u00a713d Abs. 4 KiBiz formulierten Anspruch, dass Kinder am Mittagessen teilnehmen. Auch hier zeigen sich die freien Tr\u00e4ger deutlich flexibler. Aus Sicht des Stadtelternrats muss jedes Kind, das um 12 Uhr noch in der Kita ist, auch ein warmes Mittagessen erhalten.&nbsp;<a href=\"https:\/\/stadtelternratleverkusenblog.wordpress.com\/tag\/oliver-ding\/\">Oliver Ding<\/a>&nbsp;kritisiert dies scharf: \u201eDadurch, dass im Kitaalltag das Mittagessen, insb. im U3-Bereich oft bereits deutlich vor 12 Uhr angeboten wird, wird durch diese Verweigerung einer Mahlzeit provoziert, dass die Kinder hungrig sind. Wenn dies die Abholsituation und den Weg nach Hause f\u00fcr alle Beteiligten unn\u00f6tig aufreibend macht, w\u00e4re dies der Kita vorzuwerfen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die&nbsp;Antworten der Leverkusener Stadtverwaltung zum aktuellen Stand der Kinderbetreuung im eingeschr\u00e4nkten Regelbetrieb&nbsp;zeigen Verbesserungspotential auf. 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