{"id":146,"date":"2010-10-12T21:57:07","date_gmt":"2010-10-12T19:57:07","guid":{"rendered":"https:\/\/sockenseite.de\/wordpress\/"},"modified":"2021-08-26T16:28:43","modified_gmt":"2021-08-26T14:28:43","slug":"sockenlegende","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sockenseite.de\/wordpress\/about\/die_socke\/sockenlegende\/","title":{"rendered":"Sockenlegende"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie kommt die Socke an diesen Namen?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Es hat eine ganze Weile gedauert, aber weil die <em><strong>Socke<\/strong><\/em> langsam von Euren Fragen ziemlich durchl\u00f6chert wurde, kommt hier die ultimative Sockenlegende. Nun ja, ganz so einfach m\u00f6chte ich es euch nicht machen.\u00a0Von den angegebenen drei M\u00f6glichkeiten k\u00f6nnt ihr euch diejenige aussuchen, die euren Wahrheitsdurst am besten zu stillen scheint. Vielleicht steckt aber auch in allen dreien ein F\u00fcnkchen Wahrheit\u2026<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Legende<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Es begab sich zu einer Zeit, als man den Wechsel des Jahrzehnts feierte. Das Datum war der 31. Dezember 1989, und der gregorianische Kalender meinte, dass dies der falsche Tag war. Schlie\u00dflich endet ein jedes Jahrzehnt in seinem zehnten Jahr, welches das Jahr des Herrn 1990 gewesen w\u00e4re. Vermutungen, dass auch der so oft beschrieene Milleniumswechsel ein Jahr zu fr\u00fch gefeiert werde, kann ich also nur best\u00e4tigen. Trotzdem f\u00fchrt dieser Gedanke vom Thema ab. Nun ja, zur\u00fcck in die Schweiz, wo ein sechzehnj\u00e4hriger Deutscher namens&nbsp;<strong>Oliver Ding<\/strong>&nbsp;mit einem Freund schon etwas von alkoholischen Getr\u00e4nken angeheitert den Kl\u00e4ngen einer Radiosendung des&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.swr3.de\/\">S\u00fcdwestfunks<\/a>&nbsp;lauschte. Dort lie\u00df sich eine Comedyshow namens&nbsp;<em>ElevenUp<\/em>&nbsp;nicht lumpen, geh\u00f6rigen Schwachfug unters radioh\u00f6rende Volk zu bringen. Von diesem Unfug inspiriert erz\u00e4hlte jener mysteri\u00f6se Freund namens&nbsp;<strong>Carsten Gr\u00fcndel<\/strong>&nbsp;(damals 15) die Geschichte eines Lehrers an seiner Schule. Jener Lehrer nannte seinen Worten nach eine Sockenkiste sein eigen, der er jeden Morgen ein Paar Str\u00fcmpfe entnahm, die seine F\u00fc\u00dfe kleiden sollten. Ein Gro\u00dfteil dieser Kiste war angef\u00fcllt mit etwas, das in den&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.achtziger.de\/\">Achtzigern<\/a>&nbsp;als Tennissocke bekannt war. N\u00e4her auf dieses Ph\u00e4nomen einzugehen \u00fcberlasse ich aber&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.achtziger.de\/kategorie\/lifestyle\/mode\/\">anderen<\/a>. Eines Morgens also, als jener Lehrer wohl ein wenig in Eile seine Heimstatt verlassen hatte, trugen seine F\u00fc\u00dfe jene Kleidungsst\u00fccke. Diese waren an den jeweiligen Au\u00dfenseiten mit Abbildern von Sportlern geschm\u00fcckt. Dies w\u00e4re nicht unnormal gewesen, w\u00e4ren es auch an jenem Morgen Sportler gewesen, die der gleichen T\u00e4tigkeit nachgegangen w\u00e4ren. Doch, siehe, den linken Fu\u00df schm\u00fcckte ein Golfer, wohingegen die Socke, die den rechten Fu\u00df bekleidete, von einem Tennisspieler verziert war. Auf diesen Missgriff angesprochen reagierte der Lehrer erst peinlich ber\u00fchrt, nahm aber dennoch eben diesen Missgriff zur Gelegenheit, f\u00fcrderhin seine Fu\u00dfbekleidung unangepasst zu w\u00e4hlen und keine R\u00fccksicht mehr auf gleichartige Str\u00fcmpfe zu nehmen. Ob derlei Konsequenz beeindruckt, nahm sich&nbsp;<strong>Oliver<\/strong>&nbsp;dies zum Beispiel und gelobte, da er noch keinen Vorsatz f\u00fcr das dr\u00e4uende neue Jahrzehnt gefasst hatte, es jenem Lehrer k\u00fcnftig gleichzutun.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die politisch interessierten unter uns m\u00f6gen sich noch an die Zeit erinnern, als das Land aus dem die leckeren \u00c4pfel von Cape, die Diamanten und der Kr\u00fcgerrand stammen, von einem Regime beherrscht wurde, das die Politik der Apartheid verfolgte. Dem schon oben erw\u00e4hnten jungen&nbsp;<strong>Oliver<\/strong>&nbsp;missfiel diese Politik, da sie vorsah, Menschen nur wegen ihrer Hautfarbe bestimmte Rechte vorzuenthalten. Dies empfand er als ein schweres Unrecht, womit er nicht allein war. Die Einstellung zu diesem Unrecht wurde durch Filme wie&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schrei_nach_Freiheit\">Cry freedom \u2013 Schrei nach Freiheit<\/a><\/em>&nbsp;und&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wei%C3%9Fe_Zeit_der_D%C3%BCrre\">A white dry season \u2013 Wei\u00dfe Zeit der D\u00fcrre<\/a><\/em>&nbsp;nur verst\u00e4rkt. Nachdem viele Menschen bei vielen Gelegenheiten ihre Sympathie mit den Schwarzen in S\u00fcdafrika und ihrer Symbolfigur&nbsp;<strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nelson_Mandela\">Nelson Mandela<\/a><\/strong>&nbsp;bekundet hatten, wollte auch&nbsp;<strong>Oliver<\/strong>&nbsp;ein Zeichen setzen und bekundete, da\u00df nunmehr die Apartheid an seinen F\u00fc\u00dfen aufgehoben sei. Er stellte \u00f6ffentlich die Frage \u201eWenn schwarz und wei\u00df an meinen F\u00fc\u00dfen miteinander auskommen, warum tun sie dies nicht auch in S\u00fcdafrika?\u201c und mischte vom Tage seiner Einsicht \u2013 es war der 1. Januar 1990 \u2013 seine Socken, auf dass nun auch rot, gr\u00fcn, blau und gepunktete Str\u00fcmpfe miteinander auskommen sollten.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Im Haushalt der Familie <strong>Ding<\/strong> wurde um die Zeit des Jahresbeginns 1990 ein neues Regiment eingef\u00fchrt, das die W\u00e4sche der vier Familienmitglieder betraf. Um die nun wieder berufst\u00e4tige Mutter ein wenig zu entlasten, sollte ein jeder seine Socken selber waschen und sie ebenso nach der W\u00e4sche aufh\u00e4ngen und zusammenrollen. Der junge&nbsp;<strong>Oliver<\/strong>&nbsp;war damals schon der Faulheit verfallen und sinnte nach Wegen, die neuaufgekommene Belastung zu reduzieren. Eine Idee gab ihm das <a href=\"http:\/\/www.funbureau.com\/\">R\u00e4tsel des Sockenschwundes<\/a>, das jedem unter uns bekannt sein d\u00fcrfte. Welchen Sinn macht es schlie\u00dflich, die Str\u00fcmpfe nach gleicher Art zu sortieren, wenn es doch unweigerlich zum oben erw\u00e4hnten Ph\u00e4nomen kommen und jede Sortierungsgrundlage entfallen w\u00fcrde. Also entsagte er dem Bed\u00fcrfnis, seine F\u00fc\u00dfe mit sortierten Socken zu kleiden. Ebenso sah er davon ab, diese Socken zu falten, zusammenzulegen oder gar zu paarweise einzurollen, denn dies h\u00e4tte ja wiederum ein Mehr an Arbeit bedeutet.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies seien die drei Legenden, die um die Fu\u00dfbekleidung der <em><strong>Socke<\/strong><\/em> gestrickt wurden. Fakt ist jedenfalls, da\u00df er um den Jahreswechsel 1989\/1990 damit begann, unterschiedliche Socken zu tragen. Um dies zu illustrieren, will ich noch ein Zitat aus der Abiturzeitung des Jahrgangs 1993 des <a href=\"http:\/\/www.pkg-overath.de\/\">Paul-Klee-Gymnasiums Overath<\/a> einf\u00fcgen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Olli war einer der ganz normalen Verr\u00fcckten, die den Schultrott so abwechslungsreich machten. Er trug n\u00e4mlich zwei verschiedene Socken. Nein, nein, nicht nur einen linken und einen rechten \u2013 das w\u00e4r\u2018 ja ganz normal -, sondern zwei vollkommen verschiedene (Meine Lieblingskombination war links schwarz und rechts rot-wei\u00df geringelt.)<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welcher dieser Legenden ihr nun Glauben schenken wollt, sei nun aber wirklich euch \u00fcberlassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kommt die Socke an diesen Namen? 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